Carsten Ehret-Pyka
Kantor, Organist, Chorleiter

Vita

 

Carsten Ehret-Pyka (*1988) ist Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Leichlingen (Rheinland). Dort ist er für die vielfältige Chorarbeit der Gemeinde verantwortlich. Außerdem organisiert er den überregional bekannten Leichlinger Orgelsommer.

Carsten Ehret-Pyka liegt die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts in ihrer gesamten Bandbreite besonders am Herzen. In seinen Orgelkonzerten spielt er sowohl ältere Werke der modernen Musik wie von Ernst Krenek oder György Ligeti, als auch aktuelle Kompositionen, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Er möchte die Begeisterung für diese Musik an junge Ohren weitergeben, was im vergangenen Jahr zu einer Aufführung von Gordon Kampes Sechse kommen durch die ganze Welt mit hundertfünfzig Grundschulkindern und einem professionellen Ensemble führte. In diesem Herbst wird er ein Konzertprojekt rund um Steve Reichs Tehilim, in dem (Laien-)Chor, Jugendliche und Profimusiker gemeinsam musizieren.

Carsten Ehret-Pyka studierte Schulmusik sowie Kirchenmusik (B- und A-Examen) in Mannheim, Lausanne, Heidelberg und Mainz. 2019 legte er sein Konzertexamen in der Klasse von Gerhard Gnann mit Auszeichnung ab. Weitere prägende Lehrer waren Johannes Michel, Christiane Michel-Ostertun und Hans-Jürgen Kaiser (Orgel) sowie Wolfgang Seeliger und Ralf Otto (Dirigieren).

2018 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Orgel-Gesangs-Wettbewerbes Neuss. Konzerte als Organist führten ihn unter anderem an die Domkirchen von Mainz, Fulda und Xanten sowie das Freiburger Münster.


Repertoire

Carsten Ehret-Pykas Repertoire umfasst Orgelmusik von der Renaissance bis in die Gegenwart. Neben den großen Werken aus Barock und Romantik liegt ihm dabei die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts besonders am Herzen. Die Auswahl der Werke nimmt dabei die vielen verschiedenen Richtungen der Musik nach 1950 in den Blick.

Pascal Dusapin (*1955): Memory (2008)

Petr Eben (1929–2007): Hiob (1987)
Two Invocations (1988) für Posaune und Orgel

Thierry Esciach (*1965): Cinq Versets sur le "Victimae paschali" (1991)

Rolande Falcinelli (1920-2006): Azân, op. 61 für Flöte und Orgel (1977)

Jean-Louis Florentz (1947–2004): Laudes (1983-85)

Zsolt Gárdonyi (*1946): Mozart Changes (1995)

Philip Glass (*1937): Music in Contrary Motion (1969)
Mad rush (1979)

Sofia Gubaidulina (*1931): hell und dunkel (1976)

Jonathan Harvey (1939–2012): Toccata for organ and tape (1980)

Hans Werner Henze (1926–2012): Toccata senza fuga (1979)

Adriana Hölszky (*1953): Und ich sah wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt... (1997)

Toshio Hosokawa (*1955): Cloudscape (2000)

Egil Hovland (1924–2013): Toccata über „Nun danket alle Gott“ (1973)

Moritz Lassmann: Verwandlung, Fassung für Orgel solo (2018) UA

David Lang (*1957): Ordinary (2012)

György Ligeti (1923–2006): Volumina (1962)

Elisabeth Lutyens (1906-1983): Trois Pièces Brèves (1969)

Philipp Maintz (*1977): choralvorspiel XIX (wie schön leucht' uns der morgenstern)
choralvorspiel XXVIII (unüberwindlich starker held, sankt michael) (2018)
choralvorspiel XXXVII (so nimm denn meine hände) (2017)

Isabel Mundry (*1963): Innenräume (2005)

Michael Nyman (*1944): Fourth, mostly (2001)

Younghi Pagh-Paan (*1945): Seht die Lilien an, wie sie wachsen (2015)

Arvo Pärt (*1935): Pari intervallo (1976/1980)

Einojuhani Rautavaara (1928–2016): Hymnus (1998) für Trompete und Orgel

Aulis Sallinen (*1935): Three Adagios op.102 (2013)

Dieter Schnebel (1930–2018): Lamento di guerra (1991) für Mezzosopran und Orgel

Zsigmond Szathmáry (*1939): Sonido Iberico (2014)
Silberklänge (2019)

Winfried Toll (*1955): Wegkreuze (1980)

Ad Wammes (*1953): Miroir (1989)